Das Wetter war herrlich sonnig und warm und so entschloss ich mich, von daheim aus eine Wanderung zu unternehmen und zog mit meinem kleinen Tagesrucksack los.
Ich ging zum Rhein und wanderte dem Wasser entlang flussaufwärts. Ich genoss dieses bereits sommerliche, wunderbare Wetter, diese zarten, hellgrünen Blätter der Bäume im Wald und die wunderschöne Blütenpracht der Wiesen und Büsche.
Das Wasser des Rheins floss mir entgegen, rauschte leise und murmelte vergnügt sein Lied neben mir. Diese friedliche Idylle wurde begleitet von den vielen, fröhlichen Vogelgesängen.
Immer wieder war die Luft erfüllt von unterschiedlichen Blumendüften, einmal ganz stark und stechend von den Blüten eines Rapsfeldes, einmal sehr würzig von Bärlauchblüten und dann ganz zart von diversen blühenden Büschen und Bäumen.
Ich genoss diese prächtige Frühlingsnatur, blieb ab und zu stehen, um inne zu halten, mich umzusehen, zu lauschen, an einer Blüte zu riechen und ein paar Fotos zu machen.
Nachdem ich schon eine ganze Weile gewandert war, entschloss ich mich zu rasten und entdeckte ein kleines, lauschiges Plätzchen mit ein paar grossen Steinen am Wasser.
Ich zog den Rucksack ab, setzte mich auf einen bequemen Stein und spürte wie sich die Müdigkeit und Schmerzen in meinen Knochen und Gelenken bemerkbar machten.
Ich war erfüllt von grosser Freude, Dankbarkeit und Glück, es war so wunderschön hier am Wasser zu sitzen, zu ruhen und diesen herrlichen Ort zu geniessen und die traumhafte Natur mit allen meinen Sinnen aufzunehmen…
Zufrieden und vergnügt nahm ich nach einer Weile meinen kleinen Snack aus dem Rucksack und stärkte mich mit etwas frischem Gemüse, Käse und Nüssen. Ich trank viel Wasser, wovon ich auf meinen Wanderungen immer genügend in einem Wassertank im Rucksack mittrage, um meinem Körper genügend Flüssigkeit zuzuführen.
Nach meiner langen, genussvollen Rast verabschiedete ich mich von diesem idyllischen Ort und ging langsam wieder die gleiche Strecke dem Rhein entlang zurück.
Auf dem Rückweg machte ich immer wieder kurze Halte, um die Natur zu beobachten und zu geniessen. Viele Schwäne tummelten sich am Rheinufer, erfreuten sich an der warmen Sonne und putzten sich voller Eifer im Wasser. Ein Schwan sass auf den Steinen immer am gleichen Ort und wurde bewacht von einem anderen Schwan, was mich vermuten liess, dass dies eine brütende Schwanhenne sein könnte.
Lange zog sich mein Heimweg dahin und ich spürte die Müdigkeit und Schmerzen immer mehr.
Am frühen Abend kam ich glücklich und zufrieden zu Hause an und war so sehr erfüllt und verzaubert von der traumhaften Natur, die ich an diesem strahlenden Tag geniessen und tief in mich aufnehmen durfte.






















Abgelegt in Alltag einer Krebsbetroffenen, Leona | Keine Kommentare »