CT-Bericht und abenteuerliche Portspülung

Den CT-Bericht erhielt ich Ende letzter Woche wie gewohnt per Post zugestellt. Vertrauensvoll und gespannt öffnete ich den Umschlag und las den medizinischen Bericht. Der Befund allgemein war weiterhin stabil und dieser gute Bescheid liess mich beruhigt aufatmen. Nichts Neues stand betreffend Schulter, jedoch eine Bemerkung über einen kleinen Knoten in der Lunge, dies musste mein Arzt mit mir besprechen. Wie unbeschreiblich dankbar und glücklich bin ich über diesen gleichbleibenden Verlauf! Ich war so gerührt und Tränen kugelten über meine Wangen…

In der kurzen Besprechung mit meinem Arzt, sagte er mir, dass er den im CT-Bericht erwähnten Lungenknoten noch mit dem Ärztegremium auf den Bildern anschauen und besprechen möchte. Am Folgetag telefonierte ich mit dem Arzt und er meinte, dass es keinen Grund zur Beunruhigung gäbe, wir aber alles beobachten müssen und ich in drei Monaten wieder zu ihm kommen soll, um ein neues CT zu planen.

Nach dem persönlichen Gespräch beim Onkologen, ging ich zu der Praxisassistentin, damit sie meinen Port anstechen und spülen und mir die Injektion eines Medikamentes gegen meine vorzeitig entstehende Osteoporose geben konnte. Die Einstichstelle des Ports hatte ich wie gewohnt daheim mit Betäubungssalbe unempfindlich gemacht. Mit erhöhtem Oberkörper lag ich auf der Behandlungsliege und nach dem Desinfizieren der Haut über dem Port, hielt die Assistentin mit einer Hand das runde Edelstahlteil unterhalb meines Schlüsselbeins fest, zählte wie jedes Mal auf drei und stach mit dem langen, dicken Dorn in meinen Venenkatheter. Die Assistentin spürte, dass sie mit der Nadel nicht richtig im Port drin war und drückte nochmals kräftig auf den Dorn, merkte jedoch, dass die Dornnadel weiterhin nicht ganz am richtigen Ort sass und auch kein Blut durch den dünnen Schlauch floss. Etwas verzweifelt meinte die Assistentin, dass sie den Dorn wieder entfernen müsse und versuchte diesen herauszuziehen, doch nichts tat sich. Wir beiden Frauen schauten uns etwas ratlos und angespannt an. Nach einem zweiten Versuch konnte sie den Dorn mit Mühe aus meinem Venenzugang herausziehen, die spitze Dornnadel war ziemlich verkrümmt und offenbar hatte die gute Frau den Port schräg und mit zuviel Kraft angestochen. Mit einer neuen, etwas feineren und kürzeren Dornnadel konnte die Assistentin in einem weiteren Versuch meinen Port danach mühelos anstechen und wir atmeten beide beruhigt auf.

Gleich darauf beim Einspritzen des Blutgerinnungshemmers über den Port, spritzte mir plötzlich mein eigenes, etwas verdünntes Blut, mitten ins Gesicht…

Der feine Schlauch der von der Spritzenspitze über die Dornnadel zum Port führte, hatte sich durch zu starken Druck von der Spritze weggelöst. Die Assistentin entschuldigte sich und sagte, dass ihr dies noch nie passiert sei, erneut hatte sie wohl ein wenig zuviel Kraft angewendet. Mein ganzes Gesicht, mein nur mit BH bekleideter Oberkörper und die weisse Wand hinter der Behandlungsliege waren vollgespritzt mit hellrotem Blut und dieses blutige Bild glich wohl fast der Szene eines Kriminalfilms. Wir mussten beide über diese ungewöhnliche und komische Situation lachen. Nach der ersten Spülung, der Blutentnahme über den Port und einer Endspülung hatte ich diese abenteuerliche Reinigung meines Venenkatheters endlich überstanden. Inzwischen bin ich blau und gelb über dem Port, ein kleines Andenken an diese witzige Geschichte.

Anspannung vor dem neuen CT

Ein neuer CT-Untersuch stand mir diese Woche bevor und je näher dieser Termin rückte, je angespannter und nervöser wurde ich…

Der undefinierbare Herd, der beim Knochenszinti im letzten Juni an meiner Schulter entdeckt wurde, musste genau angeschaut, die Lebermetastasen und der allgemeine Stand kontrolliert werden. Seit einer Weile habe ich immer öfter teilweise starke Schmerzen in den Schultern und dies war nun auch der Grund, dass ich vor diesem CT-Untersuch noch viel angespannter war wie sonst. Wie sehr wünsche ich mir einen weiterhin stabilen Befund und dass ich mein Leben noch viele Jahre in vollen Zügen geniessen darf!

Letzte Woche malte ich ein neues Bild, um meinen beunruhigten und angespannten Gefühlen Ausdruck zu geben. Ich konnte mich dem Malen voll und ganz hingegeben und genoss diese schöne, spezielle Zeit sehr, die mir etwas innere Ruhe schenkte.

Am Tag vor dem Untersuch ging ich ausgiebig und länger wie sonst im Wald walken und tankte ganz viel Kraft und Energie aus der wunderbaren Natur, die mich so sehr stärkt und mir grosses Vertrauen schenkt. Abends meditierte ich vor dem Einschlafen und dies half mir, mich in einen ruhigen, angenehmen Schlaf zu tragen.

Am Untersuchungstag war ich früh genug aufgestanden, um meinen steifen, schmerzenden Körper langsam in Schwung zu bringen, hatte meinen frisch zubereiteten Fruchtquark, den Tee und meine Medikamente zu mir genommen und danach durfte ich für 4 Stunden nichts mehr essen vor dem Untersuch.

Auf meinem Fussweg zum Bahnhof begleiteten mich herrliche Sonnenstrahlen und fröhliches Vogelgezwitscher, als würde mir die Natur und das göttliche Universum viel Kraft, Mut und Zuversicht mit auf meinen Weg zum CT-Untersuch geben… habe Vertrauen in Alles was kommen mag… alles ist gut…

Nach meiner Anmeldung in der Klinik sass ich wie gewohnt in dem kleinen Seitenraum der Empfangshalle und trank den Liter Wasser mit Kontrastmittel innerhalb einer Stunde. Pünktlich nach dieser Stunde wurde ich zum CT aufgerufen und nach dem Untersuch wartete ich auf die Bilder, die ich jedes Mal mitnahm, um Sie später meinen Arzt zu zeigen. Während ich auf meine CT-Bilder wartete ergab sich ein Gespräch mit einer netten Frau, die zum ersten Mal ein CT machen musste und sehr dankbar und beruhigt war für die Informationen, die ich ihr über diese Untersuchung gab.

Den CT-Untersuch hatte ich wieder einmal geschafft und der Stand meiner Gesundheit und des Krankheitsverlaufes war nun auf den Bildern festgehalten, die ich mit mir nach Hause trug. Ich kann nichts daran ändern und muss es hinnehmen wie es ist…

So ertrage ich meine üblichen Nebenwirkungen der Kontrastmittel und gedulde mich die paar Tage bis der Bericht des Radiologiearztes vorliegt und mein Arzt den aktuellen Befund nächste Woche mit mir besprechen wird.

Aufarbeitung (Teil 10)

Im nahen Deutschland haben alle Krebspatienten nach Operation oder sonstiger Behandlung Anspruch auf einen Therapie- und Kuraufenthalt. Dies wird aber leider aus Kostenspargründen der Krankenkassen hier in der Schweiz nicht angeboten, obwohl eigentlich jeder Patient ein Anrecht auf einen solchen Therapieaufenthalt hätte. Somit ist das Angebot solcher Kliniken in der Schweiz leider sehr klein.

Ich besichtigte zwei auf Onkologie spezialisierte Therapiekliniken, um hineinzuspüren wo ich mich wohl fühlen würde. Zudem wollte ich auf keinen Fall in einem Spitalbett schlafen müssen, denn das hatte ich zur Genüge getan und es sollte ein Einzelzimmer sein, um viel Ruhe für mich zu haben.

Bald schon konnte ich in die ausgewählte Klinik in Rheinfelden einrücken und verbrachte in einem zweimonatigen stationären Aufenthalt im Frühjahr 2009 eine sehr harte und unheimlich wertvolle, bereichernde Therapiezeit.

Jede Woche verbrachte ich zusammen mit anderen Patientinnen und Patienten eine intensive Zeit mit diversen Pflichttherapien wie Gruppengespräche, Maltherapie, Körperwahrnehmung, Physiotherapie und Massage mit Wickel sowie psychologischen Einzelgesprächen. Zusätzlich wurden Wahltherapien angeboten wie Entspannungsmethoden, Atemtherapie, Tai-Chi, Feldenkrais und
Wassergymnastik. Alle Patienten der Klinik mussten sich an Regeln gewöhnen wie z.B. das Abmelden bei Verlassen der Klinik oder abends zu einer bestimmten Zeit im Zimmer zu sein sowie Medikamenteneinnahme und Alkoholverbot. Dazu gehörte auch, dass ich an den Wochenenden von Samstagmittag bis Sonntag früh abends nach Hause gehen durfte.

Es war eine wunderbare Erfahrung, neben vielen Gesprächen mit den Therapeuten, sich in dieser Zeit auch intensiv mit den Mitpatienten auszutauschen, Freud und Leid zu teilen, zusammen zu lachen und zu weinen. Wir waren wie eine grosse Familie mit ähnlichen Krankengeschichten und wir spürten eine starke Verbundenheit zueinander sowie eine grosse Anteilnahme und viel Verständnis füreinander.

In dieser gemeinsamen Zeit sind wertvolle, liebevolle Bekanntschaften entstanden, die ich noch heute pflege.

Die psychologischen Einzelgespräche waren von allen Therapien die intensivste und härteste Arbeit an meiner Weiterentwicklung mit dieser unberechenbaren Krankheit. Zum Thema meiner Krankengeschichte gab es viel aufzuarbeiten und dies war verbunden mit grosser Ohnmacht, Verzweiflung, Wut, Trauer und Tränen…

Durch die Maltherapie in der Klinik habe ich wieder meine Leidenschaft zum Malen neu entdeckt und noch während meinem Klinkaufenthalt habe ich meine kleine Staffelei von daheim mitgenommen, um zwischen den Therapien oder in Abendstunden friedlich und besinnlich in meinem Zimmer malen zu können.

Diese ganze Klinikzeit hat mir so gut getan und mir sehr geholfen mich mit meiner Krankheit reifen zu lassen, sie anzunehmen und meine verbleibende Lebenszeit so gut wie immer möglich zu geniessen…, keinen Stress mehr zuzulassen und nur noch Dinge zu unternehmen oder mit Menschen zusammen zu sein, die meinem Körper und meiner Seele gut tun…

 

Erholung nach der Chemozeit (Teil 9)

Endlich konnte sich mein Körper und meine Seele von diesen langen und grossen Strapazen der Operationen und Chemotherapien erholen und zu neuen Kräften kommen, ich sehnte und freute mich so sehr auf diese Zeit!

Einen guten Monat nach meinem Chemoabschluss genoss ich mit meinem Partner und Freunden ein paar schöne Skitage in Österreich. Während meine Freunde auf den Skiern standen, ging ich mit meinen geschwächten Kräften in der herrlichen Schneelandschaft spazieren. Diese Ruhe und Idylle im Schnee, weg von den Skipisten, tat mir so unendlich gut. Jeden Tag machte ich einen kleinen Spaziergang alleine und genoss diese weisse Bergpracht und die frische, kühle Luft. Ich konnte nicht genug Kraft und Energie aufsaugen und tanken, ich brauchte sie so sehr und es war so wunderschön in der Natur zu sein…!

Gemütlich genossen wir abends das Zusammensein zu viert mit einem köstlichen Essen in unserem Hotel.

Während unsere Freunde weitere Tage im Skiort blieben, fuhren mein Partner und ich ins Südtirol, wo wir beide noch eine erholsame Woche in einem familiären, netten Hotel verbrachten. Wir unternahmen kleine Ausflüge oder Spaziergänge und liessen uns im Wellnessbereich des Hotels mit ayurvedischen Massagen verwöhnen.

Zum Hotel gehört ein Reiterhof mit Pferden und so ging ich einem lang gehegten Wunsch nach und gönnte mir eine Reitstunde. Das erste Mal in meinem Leben sass ich auf dem Rücken eines Pferdes und konnte im Aussengehege des Hofes unter der Führung des Pferdeflüsterers ein paar Runden reiten. Es war ein grossartiges, wunderbares Erlebnis auf dieser älteren Stute sitzen zu dürfen und das sensible Tier zu führen. Ohne Erfahrung im Reiten und mit meiner grossen Chemo-Erschöpfung überforderte ich meinen Körper damit total und dies war für mich so wahnsinnig anstrengend, dass ich nach dem Absteigen vom Pferd kaum noch auf meinen Beinen stehen konnte…

Nach diesen herrlichen Ferien spürte ich das starke Verlangen, mir noch eine Auszeit für mich alleine mit diversen Therapien zu nehmen, um das Thema Krebserkrankung bearbeiten zu können, das meinen Körper und meine Seele so sehr belasteten und mein Leben nun so dominierten. Die Krankheit war zu meinem Lebensthema geworden und ich konnte sie nicht einfach wegschieben oder verdrängen, ich musste mich damit auseinandersetzen, denn sie ist allgegenwärtig und präsent…

So machte ich mich auf die Suche nach einer spezialisierten, passenden Therapieklinik.

 

 

 

 

 

Suche nach unterstützenden Therapien

Nach den Operationen und Chemotherapien war mein Körper total geschwächt, erschöpft und ausgelaugt. Mein Körper brauchte zusätzliche Unterstützung und so machte ich mich auf die Suche nach optimalen Therapien, die mir neben all den vielen medizinischen Behandlungen ein wenig Linderung bringen konnten und mir halfen in ein möglichst gutes Gleichgewicht zurück zu finden.

Mein Arzt ist ein sehr guter Spezialist in Gynäkologie und Onkologie, operierte sehr gut und ist ein kompetenter Onkologie dazu, doch fehlte mir die menschliche, einfühlsame Unterstützung, die eine Krebspatientin so dringend brauchen würde. Zur Beantwortung meiner vielen Fragen zu Krankheit und Therapien musste ich mir bei ihm immer von Neuem die notwendige Zeit erkämpfen. Ich fühlte mich gerade in der akuten Krankheitsphase sehr alleine gelassen mit meiner lebensbedrohlichen Krankheit, ich war zuerst total überfordert und überfahren und musste Untersuche, Operationen, Therapien und deren Nebenwirkungen einfach über mich ergehen lassen.

So sehr hätte ich mir gewünscht, eine liebenswerte Begleiterin an meiner Seite zu haben, die sich mit der Krankheit und den entsprechenden Therapien auskennt und mich mit viel Einfühlsamkeit und Wissen hätte unterstützten können. Leider gab es eine solche Begleitung nicht und die Krebsliga bietet nur beschränkt Hilfe an.

Die Jahre vor meiner Diagnose war ich einige Male in einem Chinesischen Zentrum zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden und so ging ich schon während den Chemotherapien erneut in dieses Zentrum. Die Behandlungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) mit Akupressur und Moxakugeln haben mir immer wieder geholfen, meine durcheinandergebrachten Körperenergien auszugleichen und mir eine kurzfristige Besserung der vielen medikamentösen Nebenwirkungen zu bringen.

Unter der Begleitung eines spezialisierten Arztes begann ich gleich nach den Chemotherapien mit regelmässigem Spritzen von Mistelpräparaten, um mein Immunsystem zu optimieren. Ein Arzt in Alternativmedizin unterstützt mich mit der Verabreichung von Vitaminen und anderen Präparaten zur Stärkung meines Körpers sowie in Ernährung und er begleitet mich ganz toll und liebenswert bei allen menschlichen, medizinischen und onkologischen Fragen.

Irgendwann führte mich mein Weg auch noch zu einer psychoonkologischen Therapeutin, die mich in psychologischer Hinsicht einfühlsam unterstützt.

Nach langer und mühsamer Suche habe ich heute ein für mich optimales, unterstützendes, kleines Team zusammengestellt und bin damit in allen Bereichen gut abgedeckt.

Diese für mich gute und wichtige Unterstützung kann ich gerne empfehlen:

- Regenerierende Therapien wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) oder Shiatsu

- Spritzen von Mistelpräparaten zur Optimierung des Immunsystems

- Alternativmedizinische Unterstützung durch Facharzt, der sich in Onkologie auskennt (Vorsicht: nicht alle alternativen Produkte vertragen sich mit onkologischen Therapien, denn sie können eine medizinische Therapie abschwächen, daher ist eine kompetente fachärztliche Betreuung auf jeden Fall anzuraten!)

- Psychologische Betreuung durch ausgebildete Fachperson in Psychoonkologie

Zukunftspläne

Als ich an Weihnachten vor elf Jahren meine happigsten Therapien beendet hatte, bestand meine Hoffnung darin, den nächsten Tag gesund zu erleben. Nach und nach plante ich ein wenig längerfristig: drei Tage, dann eine Woche und mehr. Ich wurde mutiger, ich wollte Ziele erreichen: die Hochzeit unseres älteren Sohnes im Frühjahr darauf war mein erstes grosses Ziel. Es war ein wunderbares Fest, es war auch mein Fest.
Es folgten viele weitere, weniger bedeutende Ereignisse, die meine Lebensplanung bestimmten, bis die bewegende Nachricht von der bevorstehenden Geburt eines Enkelkindes kam und ich auf ein unvergleichlich schönes Ziel hinleben durfte. Als frischgebackene Grossmutter stellte ich mir vor, diesen neuen kleinen Menschen möglichst lange zu begleiten. Möglichst bis ich siebzig bin, dachte ich bei mir. Siebzig wäre eine schöne runde Zahl. In meinem Fall zwar ziemlich mutig, vielleicht sogar vermessen, aber weshalb sollte ich nicht hoffen? Im kommenden Jahr 2012 werde ich siebzig. Ich kann es schaffen. Inzwischen sind drei Enkelkinder da. Alle drei gesund und meine grosse Freude. Nun steht das neue Jahr vor der Tür und ich werde mir, mit dem Wissen darum, dass alles ganz anders kommen kann, noch ein paar gesunde Lebensjahre dazu wünschen. Es lebe das Leben!

Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2012

Schon ist Weihnachten und ein erlebnisreiches, schönes Jahr vorbeigezogen, das bald zu Ende geht.

Vor dem ersten Advent habe ich meine Lichterbogen auf die Fenstersimsen der Zimmer gestellt, um die langen, dunklen Winterabende zu erhellen. Diese Lichter sind meine Vorboten der Feiertage von Advent bis nach dem Jahreswechsel und sie strahlen etwas Wärme und Gemütlichkeit ins Haus. Abends zünde ich Kerzen an und geniesse diese stille, friedliche Feuerflamme, die mir etwas Geborgenheit und Liebe vermittelt.

Zu Weihnachten und für das neue Jahr wünsche ich mir nichts mehr wie eine weiterhin stabile Gesundheit und viele wunderschöne, Kraft spendende Momente voller Liebe und Licht, Wärme und Geborgenheit.
Ich hoffe, dass ich auch im neuen Jahr ganz viele herrliche Erlebnisse mit Freunden und in der Natur geniessen kann, die mich immer wieder von Neuem erfüllen mit ganz viel Freude, Glückseligkeit und Zufriedenheit, die mich nähren mit meiner grossen Verbundenheit zur göttlichen, allumfassenden Liebe des Universums.

Allen neuen, spannenden Herausforderungen im neuen Jahr sehe ich vertrauensvoll entgegen.

Ich zünde eine besondere Kerze an und denke an alle Mitmenschen und Tiere, die an einer gleichen oder anderen schlimmen Krankheit leiden und wünsche Ihnen allen, dass auch Sie eine stabile, gute Gesundheit und sogar Heilung erhalten mögen.

Meine lieben Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen allen eine friedliche, gemütliche und fröhliche Weihnachtszeit im Kreise Ihrer Lieben.

Nutzen Sie diese Zeit aber auch, um zur Ruhe zu kommen vor dem oft stressigen Alltag. Lehnen Sie sich zurück, erholen Sie sich und besinnen Sie sich auf die wirklichen Werte Ihres Lebens. Nichts im Leben ist so wertvoll und ein wunderbares, göttliches Geschenk wie eine gute Gesundheit!

Gesegnete Feiertage und einen guten Start in ein gesundes, schönes neues Jahr mit vielen wundervollen Momenten!

Mögen Sie in Liebe und Freude, Zufriedenheit und Dankbarkeit sein, mögen Sie mit Respekt und Mitgefühl mit Ihnen selber, Ihren Mitmenschen und Tieren leben.

Ich freue mich sehr darauf, auch im neuen Jahr wieder viele berührende, spannende und informative Blog Artikel für Sie zu schreiben und damit noch zahlreiche neue Leserinnen und Leser zu gewinnen, die mich regelmässig mit dem Lesen in meinem Blog begleiten.

 

In Liebe

Leona

 

 

 

 

 

Tanzen

Freude am Tanzen wurde mir vermutlich in die Wiege gelegt. Ich kann mich gut erinnern, dass ich mir als Kind sehnlichst wünschte, Tänzerin zu werden. Mein Idol war die Hauptfigur einer Geschichte, ein Mädchen, das seiner Ballettlehrerin nicht gehorchte, weil es den freien Tanz liebte, mit dem es die Naturerscheinungen und seine Gefühle ausdrücken wollte, es mochte die Posen des klassischen Balletts nicht üben. So wie dieses Mädchen wollte ich tanzen und ich tat es, tu es immer wieder. Ich habe Kurse in Ausdruckstanz besucht, vor drei Jahren habe ich Anschluss gefunden an eine  Frauengruppe, die unter liebevoller Anleitung den orientalischen Tanz pflegt.

Ich lasse mich von der Musik tragen. Ich kann Freude und Kummer tanzen, aus Kummer wird Freude und tiefe Dankbarkeit. Solange ich mich bewegen kann, so lange will ich tanzen. Tanz ist Lebensfreude.

Sensibilisierte und intensivere Wahrnehmung

Immer wieder von Neuem wird mir bewusst, wie schön es ist zu leben und wie viele Dinge seit der Diagnose für mich anders geworden sind.

Nach der Chemozeit und weiteren CT-Untersuchen in der Klinik entschied ich bald einmal in Absprache mit meinem Arzt, alle zukünftigen Untersuche in einer anderen Klinik machen zu lassen, denn ich ertrug es nicht mehr, immer wieder an den Ort gehen zu müssen, an welchem ich die etlichen Operationen und Chemotherapien durchlebt hatte. Jedes Mal wenn ich durch die Eingangstüre dieser Klinik schritt wurde mir schlecht und alle medizinischen Erlebnisse in diesem Hause mit meiner ganzen Krankengeschichte spielten sich wie ein Film in mir ab…

Lange Zeit konnte ich etliche Speisen nicht mehr essen, die ich während der Chemozeit gerne und oft gegessen hatte. Einige Farben wie Rot, Pink und Orange konnte ich nicht mehr anschauen ohne dass mir dabei übel wurde. Pyjamas und Trainingsanzug, die ich während der Chemozeit jedes Mal in der Klinik getragen hatte, musste ich entsorgen, da mich diese Kleidungsstücke an die Chemozeit erinnerten.

Mein Körper hatte sich nicht nur in seiner äusseren, sichtbaren Gestalt verändert, sondern ebenso innerlich und liessen mich zu einer etwas anderen Frau wie vorher heranreifen.

Viele kleine, nebensächliche Dinge über die sich andere Leute unterhielten und aufregten waren für mich unwichtig geworden. Vorher selbstverständliche Dinge konnte ich nicht mehr ertragen wie z.B. Lärm, viel Strassenverkehr, das unfreundliche Verhalten von Leuten oder grosse Menschenmengen. Durch den Zürcher Hauptbahnhof zu gehen und den vielen entgegenkommenden, hastigen Menschen auszuweichen war für mich eine Qual.

Die Unverträglichkeit dieser äusseren Einflüsse und die Sensibilisierung meiner Sinne sind bis heute geblieben. Meine Hochsensibilität war mir schon immer bekannt, doch hatte ich mich bisher, meistens erfolgreich, davor schützen können und müssen.

Meine ganze Körperwahrnehmung veränderte und intensivierte sich und ich höre heute viel mehr auf die Signale meines Körpers wie vorher und nehme diese Zeichen sehr ernst. Meine täglichen Schmerzen an Gelenken, Knochen und Organen sind immer präsent und trotz dieser inzwischen gewohnten Schmerzen, bin ich wachsam wenn neue, mir nicht bekannte Schmerzen oder Regungen im Körper auftauchen.

Mein Körper ist mein wertvollstes und wichtigstes Fahrzeug in meinem Erdenleben, ich bin so dankbar für meinen trotz allem, noch starken Körper und trage sehr Sorge zu ihm. Ebenso gehören eine gute, ausgeglichene Balance von Geist und Seele dazu und ich versuche mir möglichst viele Kraftinseln zu schaffen und Kraftquellen aufzusuchen, wie zum Beispiel meine zahlreichen Naturerlebnisse in den Bergen in diesem Jahr, denn diese nähren mich so sehr und schenken mir Vertrauen, Mut und Zuversicht.

Meine intensive Wahrnehmung der Natur war jedoch schon immer vorhanden, hat sich aber noch ein wenig verstärkt… vor allem lebe ich heute sehr stark in der Gegenwart im Hier und Jetzt und geniesse den Augenblick und schätze jede Kleinigkeit…

 

 

Frohe Nachricht

Heute feiert meine Selbsthilfegruppe! Wir feiern Weihnachten und die gute Nachricht, dass unser jüngstes Mitglied heute vom Arzt eine positive Nachricht (was heisst: Entwarnung, alles ok!) entgegennehmen durfte. Wir stossen heute auf den heutigen Tag an, auf das Leben, auf uns! Ich freue mich so!